Klimafreundlich und nachhaltig wohnen: Sofort-Tipps für zu Hause

Es gibt unzählig viele Möglichkeiten, wie du deinen ökologischen Fußabdruck minimieren und mit deinem Dasein unseren Planeten sogar unterstützen kannst. Ich stelle dir in diesem Beitrag ein paar Wege vor, die du genau jetzt, nämlich zu Hause, angehen kannst.

Vielleicht ist nicht jeder Tipp leicht für dich umzusetzen oder passt nicht in dein Lebenskonzept. Auch okay. Dann weiter zum nächsten Tipp. Wichtig ist, dass du den Weg zu einem nachhaltigen Leben nicht als Pflicht wahrnimmst. Denke daran: Hier gibt es kein Schwarz und kein Weiß. Keiner aus unseren Breiten kann von sich behaupten, zu 100% nachhaltig zu leben. Nachhaltig zu wohnen ist ein relatives Konzept und die Umgestaltung ein schleichender Prozess. Gut Ding will Weile haben.

Wieso du zuerst zu Hause beginnen solltest:

  • Einige Tipps kannst du heute noch umsetzen.
  • Ich nenne dir viele einfache Tipps, die sich leicht und ohne größeren Aufwand umsetzen lassen.
  • Von allen privaten Lebensbereichen verursacht das Wohnen die stärksten CO2-Emissionen! Erst danach nennt das Statistische Bundesamt den Verkehr und den Konsum.

Hier ein paar Basics zum Beheizen deiner Wohnung oder deines Hauses:

Heizung effizient und nachhaltig: Umwelt schonen und Heizkosten senken

  • Heize weniger und mit Bedacht! 4 Grad Celsius weniger machen schon einen großen Unterschied: Du sparst dir 1/5 der Heizkosten, wenn du die Heizung z.B. von 24 auf 20 Grad herunterdrehst.
  • So kannst du auch die Heizung auf z.B. 14 Grad herunterregulieren, wenn keiner zu Hause ist.
  • Auch nachts bist du mit einer warmen Decke besser bedient als mit warmer Umgebungsluft! Warme Heizungsluft führt nicht nur zu hässlichen Falten im Gesicht, nein, auch die Schleimhäute trocknen aus und können Viren nicht mehr gut abwehren. Deshalb: Lieber mehrere warme Kleidungsstücke übereinander anziehen als die Heizung aufdrehen.
  • Beheize nur die Räume, in denen du die Wärme auch brauchst!
  • Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. Luftaustausch zwischen beheizten und unbeheizten Räumen führt im kühleren Raum also eher zu einer Tröpfchenbildung, die man an Wänden und Fenstern wahrnimmt. So kommt es übrigens auch zu Schimmelbildung an den Wänden. Dem entgegengehen kannst du durch häufiges Stoßlüften und indem du dafür sorgst, dass die Türen zwischen kühlen und warmen Räumen geschlossen bleiben.
  • Eine gute Isolierung der Wohnimmobilie ist leider nicht immer gegeben. Aber da kann man nachhelfen, indem man die Rollos nutzt und innen noch Gardinen anbringt. So kann man sich 20% des Wärmverlusts einsparen.
  • Heizkörper hängen an der Wand und geben nicht nur Wärme an den Raum ab. Auch die Wand dahinter erwärmt sich mit und „frisst“ somit unnötigerweise Energie. Mit ein wenig Geschick kannst du hinter den Heizkörpern eine Dämmung anbringen und dafür sorgen, dass von der Heizungsluft mehr im Raum als in der Hauswand ankommt.
  • Denk‘ erst gar nicht dran, Heizlüfter oder Radiatoren zu verwenden!
  • Wenn du die Möglichkeit hast, über die Heizart zu entscheiden, wähle Fernwärme, Erdgas oder Heizöl in dieser Reihenfolge!
  • Verwende ein Thermostat, mit dem du die Temperaturen in jedem Raum regulieren kannst.
Tipps wie du deine Wohnung effizient und nachhaltig beheizen kannst Heizung Nachhaltigkeit Energie effizient

Tipps zum nachhaltigen Wasserverbrauch: Über Temperatur und Effizienz

  • Wasche deine Wäsche maximal bei 40 Grad! Studien belegen, dass Sauberkeit trotzdem gewährleistet ist und du hast länger Freude an deinen Textilien, weil die niedrigere Temperatur die Fasern schont.
  • Selbst bei warmen Außentemperaturen drehen wir automatisch in der Dusche den Regler auf warm. Teste mal, ob es nicht auch mal lauwarmes Wasser tut. So muss logischerweise weniger Wasser erwärmt werden.
  • Da wir beim Duschen sind: Hast du schon einen Duschsparkopf in Gebrauch? Weniger Wasser bei gleichem Ergebnis!
  • Bei Wärmepumpen empfiehlt es sich, diese nur dann einzuschalten, wenn Warmwasser benötigt wird. 60 Grad sollten hier genügen.
  • Wasser aus beim Zähneputzen und Einseifen!
  • Wasche deine Hände häufiger mit kaltem Wasser! Studien belegen, dass die Temperatur nicht entscheidend dafür ist, wie gut Bakterien und Viren beim Waschen entfernt werden. Krankheitserreger lassen sich von kaltem und warmem Wasser gleichermaßen gut entfernen.
Tipps wie du zu Hause Wasser sparen kannst richtige Wassertemperatur energiesparend

Nachhaltigen Strom beziehen und effizient nutzen: Ökostrom, Stromfresser uvm.

  • Wechsle zu Ökostrom! Gib der Kraft der Natur eine Chance und entscheide dich für Strom aus erneuerbaren Energien: Wasserenergie, Windenergie, Sonnenenergie.
    Wenn möglich unterstützt du dabei Stromlieferanten, die erst gar keinen Strom aus nicht-nachwachsenden Erdressourcen anbieten. Damit würdest du nämlich indirekt die Stromproduktion aus Braunkohle, Erdöl und Erdgas unterstützen.
  • Verwende LED-Lampen!
  • Lasse keine Geräte im Standby laufen! Steckerleisten verwenden und Kontrolle über die Geräte behalten.
  • Denkst du über den Einkauf eines neuen Elektrogeräts nach, dann nimm die Energieeffizienzklasse des Geräts genau unter die Lupe und entscheide dich bestenfalls für die Kategorie A+++.
Tipps wie du zu Hause Strom sparen kannst Ökostrom Energieeffizienz

Nachhaltig essen: Über Fleisch, Milch und g(r)asende Rinder

Die Info, die jetzt folgt, mag dich knallhart treffen, aber ich möchte dich daran erinnern: Du hattest danach gesucht. 😉

Nicht unwesentlich an der globalen Erwärmung beteiligt ist der Konsum von Tierprodukten, allen voran das Fleisch. Gemäß dem WWF macht Fleisch zwar nur 9 Prozent unserer gesamten Ernährung aus, aber es verursacht 43 Prozent der Treibhausgas-Emissionen, die im Zusammenhang mit unserer Ernährung stehen.

Ein Ausblick in die Zukunft: Laut Greenpeace ist es möglich, die globale Erderwärmung auf 1,5 oder 2 Grad Celsius bis 2050 zu begrenzen, wenn jeder Erdenbürger seinen Fleischkonsum von nun an bis 2030 halbiert und diesen sodann erneut halbiert. Man bedenke, dass sich bis 2050 die Erdbevölkerung verdoppelt haben wird: Zehn Milliarden Menschen werden bis dahin auf der Erde leben (und sich u.a. von Fleisch ernähren); aktuell muss Mutter Erde immerhin 7,8 Mrd. Menschen mit ihren Ressourcen versorgen.

Folglich der einzige Tipp in diesem Abschnitt: Den Konsum tierischer Produkte reduzieren oder direkt Veganer werden. Kein Witz.

Fleisch essen schlecht für unser Klima nicht nachhaltig ungesund unfair

Denn der Fleischkonsum ist generell umweltschädigend, und zwar wegen…

  • des energie-/wasserzehrenden Futtermittelanbaus (In einem Kilogramm Fleisch stecken etwa 15 kg Tierfutter. Auf einer Fläche, auf der 4 kg Rindfleisch erzeugt werden kann, könnte 100 kg pflanzliche Nahrung wachsen. Mit dem Anbau von pflanzlichen Nahrungsmitteln könnte man folglich viel mehr Menschen ernähren als mit Rindfleisch.),
  • des weiten, ja sogar teilweise interkontinentalen Transports allein der Futtermittel,
  • des Verdauungsprozesses der Tiere, der hauptsächlich das klimawirksame Gas Methan freisetzt,
  • der Fäkalien der Tiere, die als Wirtschaftsdünger auf den Feldern genutzt werden und für die Freisetzung von Lachgas und Stickoxide verantwortlich sind,
  • des teils tagelangen Transports der Tiere zum Schlachthof (obwohl man mit 200 Kälbern pro Transporter schon sehr wirtschaftlich gedacht hat),
  • der Weiterverarbeitung zu Fleisch und Wurst,
  • und dessen Transports in die Supermärkte und von dort aus nach Hause.

Wirklich fair ist Fleischkonsum übrigens auch nicht: Dort, wo Viehnahrung günstig angebaut wird, kann man es sich in der Regel kaum leisten, das Endprodukt – Fleisch – zu essen.  Somit können sich nur diejenigen Nationen Fleisch leisten, in denen Wohlstand herrscht. Daraus resultiert eine ungerechte Verteilung von Ressourcen und Lebensmitteln und wir leisten einen Beitrag dazu, den Welthunger und Armut in sowieso schon armen Ländern zu fördern.

Der Milchkonsum macht sich aus ähnlichen Gründen leider auch auf unserem CO2-Konto bemerkbar.

Fleischkonsum reduzieren weniger Fleisch essen Rindfleisch Schweinefleisch nicht nachhaltig schädlich für Umwelt

Quellen: alle abgerufen am 13.04.2021
https://www.greenpeace.de/themen/landwirtschaft/keine-geschmackssache
https://www.umweltbundesamt.de/daten/land-forstwirtschaft/beitrag-der-landwirtschaft-zu-den-treibhausgas

Written by : Carina

Carina, die Autorin des Blogs

Content Nerd und Umweltsympathisantin. Selbst rastlos auf der Suche nach dem Goldweg des nachhaltigen Alltags ist sie hier die Geberin alltagstauglicher Tipps und Infos.

2 Comments

  1. Jordan Law 08/06/2021 at 10:19 - Reply

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