Die 12 schönsten Unternehmungen mit Baby im Freien

Kennst du das? Kaum draußen, nimmt der Tag eine neue Wendung. Doch nicht nur für mich: Auch wenn mein Sprössling noch nicht sprechen kann, er genießt den Ausflug ebenso und wirkt unverschämterweise sogar manchmal etwas erleichtert, dass er nicht noch ein Fühlbuch mehr mit Mami durchblättern muss. Dann beobachtet er ganz gebannt, was sich „da draußen“ vor seinen Augen abspielt, oder aber er fällt in einen tiefen, komatösen Schlaf. Draußen zu sein tut einfach gut. Natur tut gut. Positive Effekte auf unsere mentale Gesundheit sind ja auch bereits mehrfach erwiesen.

Falls du das Draußensein genauso brauchst wie wir und nicht weißt, wohin denn bloß mit dem Baby, dann habe ich für dich eine Liste mit unseren 12 Lieblingsunternehmungen im Freien:

  • Ein Besuch im Wildpark. Den Kontakt zu Tieren herzustellen und respektvollen (und angstfreien) Umgang mit diesen zu erlernen – das kann man wunderbar im Streichelzoo bei Ziegen und Rehen. Leider gibt es immer noch viel zu viele Zoos und Tiergärten, bei denen die Tiere auf kleinstem Platz ihr Dasein fristen müssen. Wir bevorzugen daher nur solche Tierparks oder Wildparks, in denen die Tiere viel Platz haben und einen gesunden (nicht apathischen, deprimierenden) Eindruck erwecken. Viele Wildparks sind gleichzeitig Auffangstationen für verletzte Wildtiere – vielleicht kann man anschließend als Unterstützung eine kleine Spende dalassen. Bemüht man die Suchmaschinen nach Wildparks oder Wildgehegen in der Umgebung, dann ist man oft überrascht, wie viele es doch unweit vom Wohnort gibt.
  • Eine Sinnesreise planen: Babys wollen alle neuen Dinge bestaunen, erfühlen und ausprobieren. Vielleicht gibt es einen nahegelegenen Ort in der Natur, bei dem man den Sprössling mit Hilfe auf unterschiedlichen Böden laufen lassen kann, damit er unterschiedliche Untergründe kennenlernen kann. Wo es unterschiedliche Blätter und Moose anfassen und Baumrinden befühlen darf, wo es vielleicht ein Bächlein gibt, in dem es das Wasser beobachten und darin plätschern kann. Mit der App Flora Incognita kann man eine Vielzahl an Pflanzen kostenlos bestimmen und herausfinden, welche für den Sprössling eventuell giftig sind. Die Pflanzen sind bestenfalls ungedüngt und frei von Pestiziden. Und: Achtung vor Zecken im Gras, Stechmücken, Bremsen und Wespen!
  • Wie wäre es mit einem Spaziergang bei einem Waldlehrpfad. Hier gibt es oft unterhaltsame Stationen mit Schautafeln, Natur-Instrumenten und kleinen Spielplätzen.
  • In einem botanischen Garten kann das Baby Blüten in unterschiedlichen Farben bestaunen und beschnuppern. Manchmal gibt es Gewächshäuser mit unterschiedlichen Klimata, z.B. Tropenhäuser, und auch unterschiedliche Tiere zu entdecken, z.B. Fische, Schildkröten, Frösche und Schmetterlinge.
  • Ein Freilichtmuseum ist ein ebenso abwechslungsreicher Ort für Groß und Klein: Zu bestaunen gibt es bunte Blumen- und Bauerngärten, Stallungen, in denen Tiere leben, und manchmal auch ein Streichelbereich mit Ziegen.
  • Ganz klassisch wären da noch der Besuch auf einem Spielplatz mit Babyschaukel oder bei warmen Temperaturen auf einem Wasserspielplatz zu nennen.
  • Mal was Anderes: Ein früher Morgenspaziergang zum Sonnenaufgang, wo man dem Vogelsang lauschen kann.
  • Auch ein Spaziergang in der Dunkelheit (sofern man sich in der Gegend sicher fühlen kann) findet Baby zur Abwechslung ganz spannend.
  • Bei warmem Wetter lieben es Babys, im beheizten und sonnengeschützten Babybecken eines Schwimmbads zu planschen.
  • Wer gerne wandern geht, der sollte das auch mit dem Baby ausprobieren! In der Babytrage wird es zunächst lange schlafen und – sobald es beschließt, die Welt zu entdecken – auch nach vorne gerichtet geduldig „mitwandern“.
  • Am Badesee oder am Meer im Sand spielen. Bestimmte Spielsachen, die das Wasser einbeziehen, sind besonders reizvoll. Achtung vor zu heißem Sand, vor der Sonneneinstrahlung und vor Quallen.
  • Dann gibt es da noch Bauernhöfe, die man besuchen kann. Hier lassen sich Tiere beobachten und streicheln und landwirtschaftliche Maschinen „in action“ bestaunen.

(Disclaimer: Auf die Gefahren, die meine Unternehmungsvorschläge möglicherweise bergen, gehe ich nicht extra ein. Natürlich sollten die Eltern jederzeit und „jedenorts“ mit ihrem Baby zusammen die Welt entdecken und sie immer begleiten.)

Babys brauchen Natur

Das Baby seinerseits weiß auch nicht, dass es in ein hochtechnisiertes, digitales Zeitalter hineingeboren wurde. Wenn es auf die Welt kommt, geht es von ganz ursprünglichen Verhältnissen aus: Es kann seine Wünsche und Bedürfnisse nicht mit dem Smartphone mitteilen. Es kann nur schreien. Es will getragen werden und braucht den direkten Körperkontakt. Auch das lässt sich digital nicht umsetzen. Das Baby erwartet ein ganz simples, unkultiviertes Umfeld und das findet es bei uns am ehesten noch draußen, in freier Wildbahn. Und da befinden wir uns als Familie auch, und zwar jedes Wochenende und eigentlich immer, wenn sich die Gelegenheit bietet.

Schließlich kommt die Zeit, da möchte dein Baby die Welt erkunden. Es nimmt von Tag zu Tag (oder von Entwicklungssprung zu Entwicklungssprung) mehr wahr und möchte seine Welt mit allen Sinnen erleben. Der Sehsinn schärft sich, die Welt wird immer bunter. Die Händchen packen kräftig zu, erspüren und befühlen die aus unserer Sicht banalsten Dinge. Diese werden für die weitere Untersuchung zum Mund geführt. Laue Luft, mal Helligkeit, mal Finsternis. Eine fröhliche Geräuschkulisse, die ihm versichert: „Da ist noch was, ich bin nicht allein“. All das saugt unser Nachwuchs schon in jüngstem Alter auf. Das nehmen wir als Eltern ganz deutlich wahr.

Wie siehst du das? Wo in der Natur oder ins Freie gehst du gerne mit deinem Baby hin? Was macht deinem Baby am meisten Spaß? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar!

2 Comments

  1. Anja 01/06/2022 at 15:47 - Reply

    Sehr schön geschrieben :)

    • Carina 01/06/2022 at 16:17 - Reply

      Lieben Dank – das freut mich! :)

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